Firma kümmert sich um kaputte Ziegel der SternwarteStadtverwaltung greift Volksstimme-Hinweis auf, um aktiv zu werden

Verfasst von Daniela Apel am 03.03.2021

Die Zinnen des Stadtmauerturms auf dem Gelände des Zerbster Francisceums befinden sich in einem maroden Zustand. Foto: D. Apel

Die Zinnen des Stadtmauerturms auf dem Gelände des Zerbster Francisceums befinden sich in einem maroden Zustand. Foto: D. Apel

Zerbst ● Der Putz bröckelt, Ziegelsteine sind aufgeplatzt. Einige der Klinker sitzen locker oder fehlen mittlerweile ganz. Äußerst marode ist der Zustand der Zinnen des als Sternwarte genutzten Stadtmauerturms auf dem Gelände des Zerbster Francisceums. Das wurde offenbar bei einem Vor-Ort-Termin der Volksstimme mit Schulleiterin Veronika Schimmel für die Serie “Schlüsselbundgeschichten”.
Die daraufhin an die Stadtverwaltung gerichtete Nachfrage sorgte dafür, dass dem Hinweis auf das kaputte Mauerwerk des mittelalterlichen Verteidigungsturms nachgegangen wurde. “Wir werden mit einer Firma die Sicherung an der Sternwarte durchführen”, informierte Nico Ruhmer. Wie der Amtsleiter für Zentrale Dienste mitteilte, sollen die losen Steine entfernt beziehungsweise befestigt werden.
“Eine Sanierung des Turms ist derzeit nicht geplant”, ergänzte er. Reparaturen und Ausbesserungen würden beauftragt, wenn es notwendig sei. “Zuletzt vor zwei Jahren. Da wurden Arbeiten an der Treppe durchgeführt”, berichtete Nico Ruhmer mit Blick auf den runden Stadtmauerturm, der stets ein beliebtes Fotomotiv bei Klassen- oder Jahrgangstreffen und anderen Veranstaltungen im Gymnasiums ist. 2001 gab es hier zuletzt eine Sanierungsmaßnahme – damals wurden das Dach der Sternwarte abgedichtet und das Mauerwerk ausgebessert, während die Wände im Inneren geweißt wurden.
Für die bauliche Unterhaltung der immerhin gut vier Kilometer langen Stadtmauer werden laut Ruhmer in der Regel jedes Jahr 15 000 Euro im Haushalt eingestellt. “Damit erfolgen notwendige Sicherungen”, bezog sich Nico Ruhmer auf die Frage, wie viel Geld im aktuellen Etat für die historische Befestigungsanlage eingeplant ist. Eine umfangreichere Maßnahme sei gegenwärtig nicht vorgesehen, sagte der Amtsleiter. “Voraussetzung sind immer finanzielle Mittel”, betonte er. So werde jedes Jahr geprüft, ob Förderungen möglich seien. “Im Rahmen der Haushaltsberatungen wird dann nach Priorität entschieden, in welchen Bereichen Baumaßnahmen am notwendigsten sind beziehungsweise wo Fördermittel akquiriert werden können”, führte Ruhmer aus.
Ganz ohne Zuschuss fand 2019 die Sanierung des Kiekinpott statt. Ein breiter Riss zog sich durch das Bauwerk, wodurch die Standfestigkeit des markanten Turms in Gefahr war. Fast 100 000 Euro investierte die Stadt in die Behebung der Schäden.



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