Schülerrat will endlich aktiv seinDer Schülerrat existierte bisher nur auf dem Papier. Der Zerbster Gymnasiast Bennet Rietdorf will das ändern.

Verfasst von Thomas Kirchner (Volksstimme) am 17.03.2018

Der Kreisschülerrat beim Rundgang durch das Francisceum, hier in der Aula des historischen Gebäudes. (Foto: Thomas Kirchner)

Der Kreisschülerrat beim Rundgang durch das Francisceum, hier in der Aula des historischen Gebäudes.
(Foto: Thomas Kirchner)

Erstmalig traf sich am Donnerstagnachmittag der Kreisschülerrat des Landkreises Anhalt Bitterfeld im Zerbster Gymnasium Francisceum. Eingeladen hatte Bennet Rietdorf, Vorsitzender des Kreisschülerrates, um die Anliegen der Schüler aus dem Landkreis zu diskutieren und zu besprechen.

Auf der Tagesordnung standen unter anderem der Aufbau einer Arbeitsstruktur für den Kreisschülerrat, um zukünftig die Arbeit und Organisation der Schülervertretung zu erleichtern beziehungsweise erst einmal in Fahrt zu bringen.

Hier gab es bisher erhebliche Defizite. “In der Vergangenheit hat sich die Schülervertretung des Kreises zu seiner konstituierenden Sitzungen getroffen, einen Vorstand gewählt, doch dann wurde es ruhig”, sagt Rietdorf. Das wolle er ändern.

Der 17-jährige Zerbster Gymnasiast hat sich viel vorgenommen. Er will endlich Leben in das für ihn so wichtige Gremium bringen.

Rat braucht Unterstützung

“Ich möchte, dass wir regelmäßig zusammenkommen und endlich wieder Leben in den Kreisschülerrat bringen”, ist der Francisceer fest entschlossen. Das ginge aber nicht ohne Unterstützung der Landkreisverwaltung. “Hier wünsche ich mir eine bessere Zusammenarbeit”, macht Rietdorf deutlich.

Starthilfe möchte Selina Gosch geben. Sie ist sowohl Mitglied im Kreisschülerrat, als auch im Landesschülerrat, dort Vorstandsmitglied. “Ich habe in den letzten Jahren oft erlebt, dass Schüler, die in den Kreisschülerrat gewählt wurden, gar nicht wissen wie sie arbeiten sollen”, sagt Selina Gosch. Da gehe viel an inhaltlicher Arbeit verloren, was sie sehr bedaure.

“Im Landesschülerrat ist es so, dass von Generation zu Generation immer nach der gleichen Struktur gearbeitet wird”, erklärt das Vorstandsmitglied des Landesschülerrates. Wenn die Arbeit des Rates fest strukturiert sei, könne man sich viel mehr auf inhaltliche Arbeit und einzelne Projekte konzentrieren. “Das wünsche ich mir auch für den Kreisschülerrat”, betont Gosch.

Sie wolle bei der Sitzung ihre Erfahrungen einbringen, sozusagen Starthilfe geben. “Ich möchte den Mitgliedern einen Weg aufzeigen, wie sie ihre Arbeit strukturieren, so dass auch sie eben diese Struktur an die folgenden Generationen weitergeben können. Das erleichtert vieles”, sagt Selina Gosch.

Des Weiteren wurden die Sanierung der Schulen sowie die Probleme bei der Schulbusbeförderung durch die Busunternehmen besprochen.

Regelmäßige Treffen

“Wir freuen uns auf weitere konstruktive Treffen, um die verschiedenen Problematiken vertiefen, diskutieren und Lösungsvorschläge erarbeiten zu können”, sagt Bennet Rietdorf nach der Sitzung.

Der Kreisschülerrat bestehe aus den Schulsprechern der Schulen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Aus deren Reihen würde jeweils ein Vorsitzender und ein stellvertretender Vorsitzender gewählt.

“Der Kreisschülerrat ist eine eigenständige Institution des Landkreises, wir hoffen somit auch auf die Unterstützung durch das Schulverwaltungsamt”, wünscht sich Bennet Rietdorf.

Einen neuen Termin für die Sitzung haben die Mitglieder auch verabredet. Es scheint, als nimmt die Arbeit des Kreisschülerrates jetzt endlich Fahrt auf.

Vor der Sitzung am Donnerstag führte Bennet Rietdorf die Gäste durch das altehrwürdige Schulgebäude und geriet regelrecht ins Schwärmen. “Ich bin stolz, auf diese Schule gehen zu können, stolz ein Francisceer zu sein”, erklärte er den Gästen während des Führung.



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