"Wer bildet deine Meinung?" – Zerbster Gymnasiastinnen erleben interessanten Projekttag

Verfasst von Joline Hoxhaj am 04.10.2021

Joline Hoxhaj, Emma Ulrich, Lucie Möbius, Leah Rautenberg und Charlotte Wernecke aus der Klasse 10/1 sowie Lehrerin Annegret Lange vom Zerbster Francisceum auf dem Domplatz in Magdeburg.

Joline Hoxhaj, Emma Ulrich, Lucie Möbius, Leah Rautenberg und Charlotte Wernecke aus der Klasse 10/1 sowie Lehrerin Annegret Lange vom Zerbster Francisceum auf dem Domplatz in Magdeburg.

Kürzlich besuchten Gymnasiastinnen des Zerbster Francisceums einen lehrreichen Workshop in Magdeburg, wie eine von ihnen berichtet:
Am 22. September lernten fünf Schülerinnen des Francisceums mal ausnahmsweise nicht, wie man eine Wurzel zieht oder Gleichungen umstellt, sondern was es mit dem Thema auf sich hat: Demokratie und Medien “Social Media, Fake News und Bots–Wer bildet deine Meinung?” Interessierte Schüler aus über 80 Schulen Sachsen-Anhalts besuchten am Landestag des Netzwerks “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” unsere Landeshauptstadt und nahmen an fast 25 verschiedenen Workshops mit ganz verschiedenen Ansätzen zu diesem Thema teil.
Der Tag begann mit einer Eröffnungsrede von Cornelia Habisch von der Landeszentrale für politische Bildung, die allen Schülern einen kleinen Einblick in das Thema verschaffte. Darauf folgte ein Interview mit der Direktorin des MDR-Landesfunkhauses Sachsen-Anhalt, in dem man erfuhr, wie sie mit möglichen Fake News (“Falschmeldungen”) umgeht. Außerdem trat ein interessantes Hip-Hop Duo aus Magdeburg mit zu dem Thema passenden, teilweise kritisierenden Songs auf. Dann ging es mit den Workshops los, die die Schüler schon im Vorfeld ausgewählt hatten. Unsere fünf Francisceerinnen hatten nicht alle denselben Workshop ausgewählt. Charlotte und Joline begaben sich in das Gebäude der Bezirksverwaltung Verdi und nahmen dort mit einigen anderen Schülern an dem Workshop “Gegen Diskriminierung und Vorurteile” teil. Hier erfuhren “Wer bildet deine Meinung?” – Zerbster Gymnasiastinnen erleben interessanten Projekttag sie einiges über das Leben von Flüchtlingen und das Thema Asyl im Allgemeinen. Am Ende des Workshops gab es für die Teilnehmenden ein Entscheidungsspiel, das die Angebotsleiter selbst erstellt hatten. Dabei versetzten sich die Schülerin die Rolle eines Flüchtlings, der aus verschiedenen Gründen und traumatischen Erfahrungen nicht mehr in seinem Land leben konnte und sich letztendlich in ein anderes Land begeben musste.
Die beiden Schülerinnen des Francisceums waren sehr erschrocken über all diese Gründe und haben bei diesem Workshop eine Menge lernen können. Emma, Lucie und Leah befassten sich währenddessen mit einem ganz anderen Thema. Denn sie nahmen an dem Workshop “Alles Porno, oder was?” teil, der in der grünen Zitadelle stattfand. Hierbei sprachen sie offen über das Thema und erarbeiteten mit den Referenten rechtliche Faktoren und Konsequenzen. Dabei erfuhren sie viel darüber, was erlaubt und was nicht erlaubt ist. Bei diesem Workshop wurde den Jugendlichen nahegelegt, dass wenn sie die rechtlichen Faktoren beachten, sich selbst damit wohlfühlen und niemanden verletzen, ihr Umgang mit dem Thema gut ist.
Es gab noch 22 weitere Workshops, die interessante Fragen behandelten, doch leider konnten wir jeweils nur an einem teilnehmen. Gegen 13 Uhr kamen alle Schüler wieder auf dem Domplatz zusammen und tauschten sich darüber aus, was sie in ihren Workshops gelernt hatten. Mit einer allgemeinen Auswertung durch die Veranstalter und einem Konzert verschiedener Bands klang die Veranstaltung dann aus. Dieser Projekttag erwies sich als eine wunderbare Möglichkeit, um besser über Demokratie und Medien informiert zu werden und sich tiefergehend mit speziellen Themen auseinanderzusetzen. Uns Teilnehmern hat dieser Projekttag sehr gut gefallen. Wir werden unsere neuen Kenntnisse als Multiplikatoren in unseren Unterricht einbringen können.



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