Kerstin Görner zur Direktorin bestelltZerbster Gymnasium Francisceum hat offiziell eine neue Schulleiterin

Verfasst von Thomas Kirchner am 06.10.2021

Zerbst (tr) ● Veronika Schimmel hatte ihr Schulleiterbüro der altehrwürdigen Bildungseinrichtung im August abgegeben – an Kerstin Görner, die nach den Sommerferien den Staffelstab und somit auch den Chefinnensessel übernommen hat. Die Rede ist natürlich vom Zerbster Francisceum, das also weiter in Frauenhand bleibt.
Am Montagnachmittag wurde Kerstin Görner im Beisein von Landrat Andy Grabner (CDU) und Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) offiziell als Schulleiterin des Gymnasiums bestellt. Die entsprechende Urkunde wurde von Gabriele Duckstein, zuständige Fachreferentin beim Landesschulamt, übergeben.
Sie habe Ehrfurcht, aber auch ein wenig Furcht vor der neuen Aufgabe, denn die Fußstapfen, die Veronika Schimmel hinterlässt, seien große, gab Kerstin Görner zu. “Als ich beschlossen habe, mich für die Nachfolge von Veronika Schimmel zu bewerben, wusste ich einerseits, dass ich in große Fußstapfen treten werde und andererseits war mir auch bewusst, dass es eine Zeit des Umbruchs werden wird. Umbruch deshalb, weil zahlreiche Kollegen, die dieses Haus während vieler Jahre ihrer Lehrtätigkeit geprägt haben, sich in den Ruhestand verabschieden werden und diese Stellen neu besetzt werden müssen”, sagte Görner.
Sie betrachte diesen Umbruch als Herausforderung, als eine Chance, Zukunft zu schreiben. “Das heißt, Altbewährtes nicht über Bord zu werfen und Neues auszuprobieren”, so Görner. Es stimme sie hoffnungsvoll, wenn sie sehe und erlebe, dass sie sich auf ihr Kollegium und auf die Mitarbeiter des Hauses verlassen könne.
“Es stimmt mich hoffnungsvoll und optimistisch, wenn ich sehe, dass neue Lehrerinnen und Lehrer unseren Weg bereichern und sieben Frauen und Männer ihre Referendarzeit an unserer Schule absolvieren”, blickte sie in die Zukunft und gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Landrat beziehungsweise der Landkreis als Schulträger, weiterhin ein offenes Ohr für die Belange der Schule haben werde.
Das werde er, versprach Andy Grabner in seinem Grußwort. “Schönheit braucht Pflege und darum sage ich zu, dass wir das Gebäude, das Francisceum, weiter pflegen werden”, betonte Grabner, der bei der Verabschiedung von Veronika Schimmel bemerkte, dass das Francisceum nicht das größte, aber das schönste Gymnasium im Landkreis sei.
Im Übrigen sei er fest davon überzeugt, dass Kerstin Görner sehr in der Lage sei, die hinterlassenen Fußstapfen Veronika Schimmels zu füllen. “Also liebe Frau Görner bitte ich Sie, dass Sie uns auch zukünftig, wie es schon Ihre Vorgängerin getan hat, mit Ihren Anliegen `in den Ohren liegen werden’ und nicht locker lassen”, betonte Grabner.
“Was die Zusammenarbeit zwischen dem Francisceum und der Stadt betrifft, da muss Ihnen nicht bange sein. Diese Schule ist eine der herausragendsten Bildungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt mit einer über 400-jährigen Bildungstradition”, betonte Bürgermeister Andreas Dittmann.
Schon die gemeinsame Belegung des Hauses mit Gymnasium und dem Museum der Stadt mache deutlich, wie eng verbunden die Stadt sowohl im geschichtlichen, im kulturellen und im Bildungsbereich mit dieser Schule ist. “Wenn wir wie bisher auch, auf eine aufgeschlossene Schulleitung treffen, dann kann sich dies nur wechselseitig befruchten. Ich kann Ihnen nur viel Erfolg zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben wünschen”, betonte Dittmann.



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